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Forschung

Palliativmedizin

Die Palliativmedizin befasst sich mit der frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Symptomen und Bedarfen von Patienten mit schwerwiegenden unheilbaren Erkrankungen. Die AG Palliativmedizin befasst sich schwerpunktmäßig mit den Prozessen einer frühen Integration der Palliativmedizin in der Onkologie. Hierbei untersuchen wir zum einen die Edukation und Haltung von Fachpersonal, welches mit onkologischen Palliativpatienten in Kontakt kommt. Weiterhin befragen wir kontinuierlich unsere Patienten nach Symptomen und psychosozialen Bedarfe, um das Versorgungsangebot für unsere Patienten stetig anzupassen und zu verbessern.

 

Eine Übersicht unserer Veröffentlichungen finden sie HIER

PD Dr. med. Mitra Tewes

 

mitra.tewes@uk-essen.de

 

Tel (0201) 723 3198

Fax (0201) 723 5925

   

 

Projekte im Schwerpunkt Lehre

Zur frühen Integration der Palliativmedizin gehört  ein Grundverständnis der onkologischen Ärzte für eine palliativmedizinische Behandlung und die Fähigkeit einer guten Gesprächsführung über belastende Symptome und Situationen unserer Patienten. Unserer Klinik ist es ein Anliegen, dass Ärzte den Bedarf eigenständig erkennen und behandeln können. Aus diesem Grunde bieten wir jedem jungen Arzt eine Rotation auf die Palliativstation an. Die hier erlernten Fertigkeiten sollen in den klinischen Alltag der Onkologie übertragen werden.

Gemeinsam mit dem Hospizdienst haben wir einen Fragebogen entwickelt, der das palliativmedizinische Wissen, die eigene Wahrnehmung im Umgang mit schwerkranken Patienten und die Transparenz wichtiger hospizlicher und palliativmedizinischer Strukturen abfragt.

Insgesamt deutet sich bereits in der Pilotierung des Fragebogens an, dass eine Rotation auf Palliativstation die palliative Kompetenz und Haltung verbessern kann.

Nach Abschluss der Pilotierung werden wir gemeinsam mit 11 weiteren Palliativstationen der Universitätskliniken Deutschlands nun untersuchen, ob sich dieses Ergebnis auch auf andere Kliniken übertragen lässt.

 

Dissertationsprojekte

Sven Burmann retrospektive Fragebogenpilotierung
Thekla Röhrig multizentrische Machbarkeitsanalyse

 
Masterarbeit

Ulrike Ritterbusch Universität Freiburg
Master of Science Entwicklung des Interviewleitfaden


Ansprechpartner

PD Dr. Mitra Tewes Karin Scheer

 

Publikationen

Integration von Palliativmedizin in Onkologischen Spitzenzentren Deutschlands – Ambulante Sprechstunden und Rotationsprogramme der spezialisierten Palliativmedizin.

Dtsch Med Wochenschr. 2018 Aug;143(17):e139-e145. doi: 10.1055/a-0626-9934. Epub 2018 Aug 22

Berendt J, Thomas M, Neukirchen M, Schwartz J, Hense J, Tewes M (2018)

 

Knowledge and self-efficacy assessment of residents and fellows following palliative care unit rotation: a pilot study.

Am J Hosp Palliat Care. 2019 Jan 8:1049909118823181. doi: 10.1177/1049909118823181

Burmann SN, Neukirchen M, Ostgathe C, Beckmann M, Schwartz J, Scheer K, Klco-Brosius S, Hense J, Teufel M, Tewes M (2019)

Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Untersuchung des Palliativwissens und der Selbstwirksamkeitserwartung bei Rettungsdienstmitarbeitern mit Untersuchung der Auswirkung einer Etablierung eines Palliativausweises.

Eine nicht unerhebliche Zahl von ca. 3-10% aller Notfalleinsätze im Rettungswesen sind Einsätze bei Palliativpatienten, welche durch die SAPV zu Hause versorgt werden. Diese Tatsache bringt neben großen Chancen auch Herausforderungen mit sich. Denn kommt es zu Symptomexacerbationen oder sind Angehörige mit Notfallsituationen überfordert, wird häufig der Rettungsdienst verständigt, der sich nun in kurzer Zeit einen Überblick verschaffen und über die weitere Versorgung des Patienten entscheiden muss. Dies verlangt ein hohes Maß an Kompetenz und Erfahrung. In mehreren Städten wurde der Palliativausweis eingeführt, der kurz und knapp alle wichtigen Informationen von Einwilligung zur Reanimation, Beatmung und Krankenhauseinweisung zusammenfasst und dem Rettungsteam einen schnellen Überblick verschafft. Befragungen von Rettungsdienstmitarbeitern konnten zeigen, dass sich viele in Einsätzen bei Palliativpatienten unsicher fühlen. Ziel dieser trizentrischen Beobachtungsstudie ist nach Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Untersuchung des palliativen Wissens und der Selbstwirksamkeitserwartung der Rettungsdienstmitarbeiter eine Vergleichsanalyse der Auswirkungen auf das palliative Wissen und die Selbstwirksamkeitserwartung von Rettungsdienstmitarbeitern nach Etablierung eines Palliativausweises und Rettungsdienstmitarbeiter ohne Berührungspunkte zu einem Palliativausweis.

 

Dissertationsprojekt

Daniel Chwallek  

 

 Projekte im Schwerpunkt Versorgung

1) Palliativmedizinische Bedarfserfassung in der WTZ-Ambulanz der Inneren Klinik Tumorforschung

Die Palliativmedizin befasst sich mit der frühen Erkennung und Behandlung von Symptomen. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine regelmäßige Befragung nach den Symptomen die Zufriedenheit erhöhen und das Leben verlängern kann. Daher integrieren wir seit 2013 die Abfrage der Symptome in unsere ambulanten Behandlungsabläufe. Neben der Symptombefragung und einem psychosozialen Assessment  hat der Patient die Möglichkeit den Gesprächswunsch im Rahmen der palliativmedizinischen Sprechstunde anzugeben. So können Prädiktoren für einen Wunsch nach einer Kontaktaufnahme mit der Palliativmedizin ermittelt werden.

 

Dissertationsprojekt

Teresa Maria Rettler  

 

Publikationen

Patient-Reported-Outcome-Messung (PROM) psychosozialer Belastung und Symptome für ambulante Patienten unter kurativer oder palliative Tumortherapie – eine retrospektive Analyse eines Comprehensive Cancer Center.

Der Onkologe 2018, 24(1), 69-75. Doi: 10.1007/s00761-017-0324-5.

Tewes M, Rettler TM, Beckmann M, Scheer K, Ritterbusch U, Schuler M, Hense J (2018)

 

Predictors of Outpatients' Request for Palliative Care Service at a Medical Oncology Clinic of a German Comprehensive Cancer Center.

Support Care Cancer. 2018 Oct;26(10):3641-3647. doi: 10.1007/s00520-018-4245-7.

Tewes M, Rettler TM, Wolf N, Hense J, Schuler M, Teufel M, Beckmann M (2018)

 

Förderung
Die Tablets wurden gesponsert von der Stiftung Universitätsmedizin Essen

 

 

Auszeichnungen
beispielhaftes Projekt NRW 2016

 

 

 

 

 

2) Palliativmedizinische Symptom- und Bedarfserfassung  von Tumorpatienten im longitudinalen Verlauf

Tumorpatienten entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung unterschiedliche Symptome und Bedarfe, die eine palliativmedizinische Betreuung erforderlich machen kann. Aus diesem Grunde wird eine regelmäßige Erfassung der Symptome und Bedarfe von Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung gefordert. Jedoch besteht derzeit noch kein Konsens, wann die palliativmedizinische Begleitung initiiert werden sollte. Als Folgeprojekt der Dissertationsarbeit von Teresa Rettler erfolgt nun die Korrelation der Veränderung der Symptome im longitudinalen Verlauf der Tumorerkrankung der Patienten der Ambulanz der Inneren Klinik (Tumorforschung) und dem Wunsch des Patienten für eine palliativmedizinischen Begleitung.

 

Dissertationsprojekt

Janina Koepp  

 


3) Erfassung von Prädiktoren für eine Überweisung des Arztes in die palliativmedizinische Sprechstunde

Die Zusammenarbeit von Onkologie und Palliativmedizin spielt bei der frühen Integration der Palliativmedizin eine große Rolle. Es wurde gezeigt, dass die Einstellung der Onkologen zur Palliativmedizin einen deutlichen Einfluss hat auf deren Entscheidung für oder gegen eine frühzeitige Überweisung. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht keine eindeutige universell geltende Leitlinie, in welcher festgelegt ist, mit welchen diagnostischen Tools und nach welchen Werten eine Überweisung tatsächlich zu erfolgen hat, es liegt eher im Ermessen des zuständigen Arztes, wann ein Patient überwiesen wird. In 2016 wurde ein internationaler Konsens mittels Delphi Prozess beschlossen, der festgelegt hat, dass eine Überweisung erfolgen soll, wenn eine hohe Symptomlast oder/ und eine emotionale Belastung oder/ und ein Todeswunsch des Patienten besteht. Außerdem soll allen Patienten ab Diagnosestellung einer nicht heilbaren Tumorerkrankung eine Palliativversorgung angeboten werden.(Center, 2017) Wir möchten diesen Ansatz spezifizieren und einen Score für den HSI, PHQ4 und MIDOS ermitteln, der zu einer Patientenzuweisung führt. Wir überprüfen hierzu die Hypothese, ob z.B. ausgeprägte Schmerzen ein Leitsymptom für die Zuweisung zur Palliativmedizin-Sprechstunde sind. Zusätzlich werden weitere Abhängigkeiten wie die Tumorentität, die Art der Metastasierung, der Abstand zum Todeszeitpunkt, das Geschlecht, und der Ausbildungsstand des überweisenden Arztes betrachtet.

 

Dissertationsprojekt

Sandy Müller  

Erfassung der Bewegungsmotivation und des tumorassoziierten Fatigue-Syndroms mittels modifiziertem FACT-F Fragebogen von Patienten mit einer Krebserkrankung

60-80% der Tumorpatienten leiden unter einem tumorassoziierten Fatigue-Syndrom. Zahlreiche Metaanalysen belegen, dass körperliche Aktivität die Ausprägung dieses Symptoms mildern kann. Es besteht ein Konsens, dass Bewegungstherapie auf CRF einen positiven Einfluss nimmt. Jedoch zeigt sich eine Kluft zwischen den Patienten, die angeben unter Fatigue zu leiden und denjenigen, die ein Angebot zur körperlichen Betätigung in Anspruch nehmen. Diese Studie soll Ausprägung und mögliche Ursachen der Fatigue, sowie die Bewegungsmotivation bei Patienten mit einer metastasierten Tumorerkrankung  erfassen, um in Zukunft besser auf die Bedürfnisse und Hindernisse einer Bewegungstherapie eingehen zu können.

 

Dissertationsprojekt

Johanna Frikkel  

 


Publikationen
Fatigue, Barriers to Physical Activity and Predictors for Motivation to Exercise in Advanced Cancer Patients.

BMC Palliative Care 19, March, 2020 19:43

Frikkel J, Götte M, Beckmann M, Kasper S, Hense J, Teufel M, Schuler M, Tewes M

Analyse Kachexie-assoziierter Parameter bei Patienten mit metastasierten pankreatobiliären Karzinomen mit und ohne Bewegungstherapie

Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung leiden unter multiplen Symptomen, welche die Bewegungsaktivität einschränken. Das körperliche Aktivitätslevel von Tumorpatienten ist daher in der Regel niedriger als in der Gesamtpopulation. Studien belegen, dass eine Bewegungstherapie insbesondere Fatigue und weitere belastende Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern kann.

Aus diesem Grunde ist man bestrebt, die körperliche Aktivität auf einem angemessenen Level zu halten. Da die Aktivitätslevel im Verlauf der Erkrankung abnehmen, sollte eine Bewegungstherapie möglichst früh in die onkologischen Behandlungsprozesse integriert werden.

Insbesondere Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom haben einen deutlichen Gewichtsverlust, welcher in einer Tumorkachexie münden kann. Mit einem gezielten Bewegungsangebot kann dem Verlust der Muskelmasse entgegengewirkt werden. Ein machbares Bewegungsangebot für Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom, welches Einfluss auf die Tumorkachexie nehmen kann, fehlt bislang.

Zielsetzung: Es soll ein machbares Bewegungsprogramm für Patienten mit metastasiertem pankreatobiliären Karzinomen zur Prävention der tumorbedingten Kachexie entwickelt werden. Hierzu werden neben der Therapieadhärenz und Analyse der Rekrutierungsquote sekundär auch immunologische, metabolische und klinische Parameter im Verlauf einer 8-wöchigen individualisierten Bewegungstherapie analysiert.

Methode: In einer randomisierten kontrollierten Studie werden zunächst die Machbarkeit und der Effekt auf Kachexie assoziierte Parameter einer Bewegungstherapie während einer chemotherapeutischen Behandlung analysiert werden. Um den Effekt dieser Intervention beurteilen zu können erfolgt der Vergleich mit einer Kontrollgruppe, welche eine einmalige Sportberatung mit allgemeinen Informationen zu Alltagsaktivität und Sporttreiben sowie individuelle Trainingsempfehlungen erhält. Hierzu werden 40 Patienten mit pankreatobiliärem Karzinom vor Beginn einer neuen Chemotherapielinie randomisiert. 20 Patienten erhalten eine 8-wöchige Intervention mit einem 1x-wöchentlichen angeleiteten Krafttraining und einem 2x wöchentlichen Home-based Training, welches aus Kraft – und leichtem Ausdauertraining besteht. Die Kontrollgruppe (n=20) erhält die erwähnte individuelle Sportberatung. Die Outcomeparameter sind neben patientenrelevante Parameter (Fatigue, Depression, Kachexie, körperliche Aktivität, Leistungsfähigkeit) auch immunologische und metabolische Parameter, welche Prädiktoren einer Kachexie-Entwicklung sind. Basierend auf aktuellen Studien erwarten wir Hinweise auf eine Verbesserung dieser Parameter, die im Anschluss im Rahmen einer konfirmatorischen Studie inklusive Fallzahlkalkulation überprüft werden sollen.

Klinische Implikation: Nach aktueller Studienlage erwarten wir durch die Intervention eine Verbesserung der patientenspezifischen Parameter und Verminderung einer Kachexie-Entwicklung. Dies soll in eine Erweiterung des nicht-medikamentösen therapeutischen Angebotes für Patienten mit pankreato-biliären Karzinomen führen.

 

Studienleitung Laufzeit
PD Dr. med. Mitra Tewes 01/2020-12/2020
   
Beteiligte Wissenschaftler Dissertationsprojekt
Dr. medic. Miriam Götte Nico de Lazzari
Prfo. Dr. med. Jens Siveke  
   
Kontakt  

Nico de Lazzari

Tel. (0201) 723 82035

nico.delazzari@uk-essen.de

 

 

 

Finanziert durch 
Förderverein Innere Klinik -Tumorforschung- Essen e.V

und 

 

Kooperationsprojekte

Wirksamkeit einer EEG Neurofeedback-Intervention in der Psychoonkologie

Neurofeedback (NF) oder EEG-Biofeedback ist eine nicht-invasive medikamentenfreie Art des Gehirntrainings. Hirnströme werden in Echtzeit gemessen und  verarbeitet, mit dem Ziel, eine Verhaltensmodifikation durch Modulation der Gehirnaktivität zu bewirken. In einem systematischen Review konnte unsere Forschergruppe bereits die Wirksamkeit von dieser sanften, alternativen Therapie auf krebsspezifische Symptome (z.B. Schmerz, Fatigue, Depression, Angst und kognitive Einbußen) herausarbeiten (Hetkamp et al., 2019).

In dieser Pilotstudie für eine geplante größere Drittmittel-geförderte Studie werden Patienten nach einer 5-wöchigen Wartelistenperiode zufällig an einer NF-Intervention oder an einer manualisierten Achtsamkeits-Gruppentherapie teilnehmen. Beide Therapien finden zweimal wöchentlich über 5 Wochen statt. Zu drei Zeitpunkten finden EEG- und Fragebogenmessungen statt, damit wir die Effekte der Therapie ermitteln können (Veranschaulichung).

Die Übertragung dieser Therapieform in den Bereich der Psychoonkologie soll in einer Erweiterung der psychoonkologischen Versorgung über ein zusätzliches, medikamentenfreies Therapieangebot münden.

 

Dissertationsprojekt

M. Sc. Psych. Madeleine Hetkamp    
Kontakt LVR Klinikum-Essen AG Hetkamp    

 

Ansprechpartner

M. Sc. Psych. Madeleine Hetkamp    
PD Dr. Mitra Tewes    

 

Publikationen
A Systematic Review of the Effect of Neurofeedback in Cancer Patients. 

Integrative Cancer Therapies. doi.org/10.1177/1534735419832361

Hetkamp, M., Bender, J., Rheindorf, N., Kowalski, A., Lindner, M., Knispel, S., … Teufel, M. (2019).

CARAT: Can cachectic Patients manage intense resistance training

Können kachektische Patienten ein intensives Krafttraining durchführen?

Mehrere Übersichtsarbeiten geben inzwischen eindeutige Hinweise auf einen therapeutischen Nutzen von körperlicher Aktivität auf psychischer und physischer Ebene des Patienten. Bewegungsprogramme können u.a. die körperliche Fitness, die Muskelkraft, das Fatigue-Syndrom, das Aktivitätsniveau, die Psyche und die Lebensqualität positiv beeinflussen. Trotz einer stetig wachsenden Evidenz fehlen jedoch weiterhin standardisierte Trainingskonzepte und breitflächige Versorgungsangebote für die onkologische Bewegungstherapie in Deutschland. Auch Richtlinien oder Leitlinien für die konkrete Umsetzung von Bewegungsempfehlungen für Krebspatienten sind nicht vorhanden. Um qualitätsgesicherte, bewegungstherapeutische Programme nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Versorgungsstrukturen (Rehabilitationskliniken, onkologischen Behandlungszentren, physiotherapeutischen Praxen etc.) im Sinne einer Translation zu installieren, ist die Generierung standardisierter Konzepte notwendig.

Insbesondere Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom haben einen deutlichen Gewichtsverlust, welcher in einer Tumorkachexie münden kann. Die Tumorkachexie ist ein multifaktorielles Syndrom, welches durch Gewichtsverlust, Verlust von Muskel- und Fettgewebsmasse und erhöhten inflammatorischen Parametern gekennzeichnet ist.  Das Tumorkachexiesndrom ist vergesellschaftet mit einer niedrigen Prognose. Mit einem gezielten Bewegungsangebot kann dem Verlust der Muskelmasse entgegengewirkt werden. Ein machbares Bewegungsangebot für Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom mit Tumorkachexie, welches Einfluss auf dieses Syndrom nehmen kann, fehlt bislang.

 

Projektziele
Primäres Ziel 

Der primäre Endpunkt dieses Pilotprojektes ist die Prüfung der Machbarkeit einer Studie, die ein exzentrisches und conzentrisches Bewegungsangebot bei Patienten mit Pankreas- und Lungenkarzinom mit Tumorkachexie überprüft.

Sekundäre Studienziele

Begleitend soll der Effekt einer Bewegungstherapie auf die Lebensqualität, Kachexie, Muskelkraft, Fatigue, Depression und immunologische Parameter geprüft werden.

 

Kooperationspartner

PD Dr. sportwiss. Freerk Baumann, Klinik I für Innere Medizin, Centrum für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf

AG Onkologische Bewegungsmedizin

 

Dissertationsprojekt

Timo Niels (CIO Köln)    

 

Ansprechpartner

Nico de Lazzari    
Tel. (0201) 723 82035    

nico.delazzari@uk-essen.de

   
Kontakt

PD Dr. med. Mitra Tewes

Innere Klinik (Tumorforschung)

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