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Für Patienten & Angehörige

Brustkrebs

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrte Angehörige,

Mammakarzinome (Brustkrebs) stellen mit ca. 45.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland die häufigste Tumorerkrankung der Frau dar. In sehr seltenen Fällen tritt diese Erkrankung auch bei Männern auf.

Die Behandlung der frühen Erkrankungsstadien erfolgt am Westdeutschen Tumorzentrum in unserer Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe innerhalb unseres interdisziplinären Brustzentrums BWTZ (Brustzentrum Essen I am Westdeutschen Tumorzentrum). Dabei gilt es, die Operation sowie eine ggf. notwendige Bestrahlung, Hormon-, Chemo-, und Immuntherapie für jede einzelne Patientin optimal zu planen und durchzuführen. Dies geschieht gemeinsam mit den hierauf spezialisierten Kollegen der Kliniken für Frauenheilkunde, Strahlentherapie, Inneren Klinik (Tumorforschung) sowie des Instituts für Pathologie und des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie.

Dazu gehört auch die Planung der Nachsorge im Anschluss. Trotz optimaler Therapie kommt es leider bei etwa 25% der Betroffenen zu einem Rückfall (Rezidiv) der Erkrankung. Solche Rückfälle können schon früh nach Abschluss der Erstbehandlung, aber auch z.T. erst nach Jahren auftreten. Dabei kann es zu einem erneuten Auftreten des Tumors in der Brust oder Brustwand oder aber Streuherdbildung (Metastasen) über Lymph- und Blutbahnen in andere Organe kommen. Die Behandlung des Mammakarzinoms erfordert insbesondere in diesen fortgeschrittenen Stadien, speziell bei Nachweis von Metastasen (Streuherden außerhalb der lokalen Lymphknoten der Achselhöhle und Schlüsselbeinregion der betroffenen Seite), große Erfahrung.

In der Inneren Klinik (Tumorforschung) werden seit Jahrzehnten erfolgreich viele Patientinnen mit Mammakarzinomen und anderen gynäkologischen Tumoren (z.B. Ovarialkarzinom, Zervixkarzinom, Endometriumkarzinom) behandelt. Die Innere Klinik (Tumorforschung) ist  zertifizierter Kooperationspartner für die Behandlung von Brustkrebspatientinnen. Dabei liegt unser Schwerpunkt in der Betreuung von Patientinnen, in deren Erkrankungsverlauf es zur Metastasierung gekommen ist. Im Verbund unseres Brustzentrums Essen I arbeiten wir als Internistische Onkologie eng mit den beteiligten Kliniken des Universitätsklinikums Essen zusammen.

Vor Einleitung der Therapie wird ein Gesamtkonzept entwickelt, um eine optimale Therapiesequenz der derzeit besten verfügbaren Behandlungsmethoden sicher zu stellen. Dabei berücksichtigen wir den bisherigen Krankheitsverlauf einschließlich der Vorbehandlung, eventuell aufgetretene Nebenwirkungen, individuelle biologische und molekulargenetische Risikoprofile und die persönliche Situation der Patientin. Gemeinsam mit den Betroffenen wird so die medikamentöse Therapie in Form von Infusionen oder Tabletten, gegebenenfalls in Kombination mit lokalen Therapiemaßnahmen wie beispielsweise Strahlentherapie oder Operation geplant und vermittelt.

Dank dieser Verfahren können fast alle Patientinnen über Jahre bei möglichst wenig eingeschränkter Lebensqualität mit kontrollierter Erkrankung weiterleben. Für die Behandlung stehen sowohl unsere WTZ-Ambulanz, als auch unsere Bettenstationen (Stationen WTZ2 und WTZ3) incl. zwei spezialisierten Studienüberwachungszimmern („Phase I-Einheit“ auf unserer Station WTZ2) im Gebäude WTZ-Stationen des Universitätsklinikums Essen zur Verfügung. Im gleichen Gebäude befindet sich auch unsere Palliativstation

Moderne, zielgerichtete Tumortherapien beruht auf einer korrekten Diagnose. Hinsichtlich der diagnostischen Bildgebung bietet unser Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie modernste Technik. Gleiches gilt für unser Institut für Pathologie und Neuropathologie. So kann eine möglichst maßgeschneiderte Therapie ermöglicht werden. Dies ist insbesondere bedeutsam, da es sich beim Mammakarzinom nicht um eine einheitliche Erkrankung handelt, sondern Merkmale auf der Oberfläche und innerhalb der Tumorzellen die Erkrankung charakterisieren und dies bei der Therapiewahl zu berücksichtigen ist. Zu nennen sind insbesondere Östrogen- und Progesteronrezeptoren, Differenzierung und Zelltyp des Tumors, Nachweis einer HER2-Überexpression, BRCA-1 / BRCA-2-Mutationsnachweise und ggf. weitere Biomarker.

Am Westdeutschen Tumorzentrum sind wir darüber hinaus an der wissenschaftlichen Entwicklung moderner Biomarker beteiligt, die helfen sollen, das Therapieansprechen und die Prognose unserer Patienten noch besser vorhersagen zu können. Unsere Sprechstunde findet in den Räumen unserer WTZ-Ambulanz  statt. Dort erfolgt sowohl Beratung - gerne auch zur Einholung einer Zweitmeinung – als auch die Behandlung..

Die Befunde jeder Patientin können im Rahmen der wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenz unseres Brustzentrums Essen 1 sowie des Gynäkologischen Krebszentrums  gemeinsam mit Gynäkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten  und Pathologen besprochen werden.

Auf diese Weise wird ein individuelles und abgestimmtes Therapiekonzept für Sie entwickelt.

Mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. med. Anja Welt                                  PD Dr. med. Mitra Tewes
 
 

                       

 

Kontakt

Dr. med. Anja Welt

0201 723-3100 0201 723-5679 E-Mail schreiben
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PD Dr. med. Mitra Tewes

0201 723-83355 0201 723-5747

Dr. med. Anja Welt

Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, Palliativmedizin

Oberärztin der Inneren Klinik (Tumorforschung)

 

 

 

Priv.-Doz. Dr. med. Mitra Tewes

Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, Palliativmedizin